Software steuert das Bargeldmanagement | stores+shops

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Bargeldhandling im Einzelhandel ist ein stark diskutiertes Thema.
Foto: bluedesign/stock.adobe.com

Software steuert das Bargeldmanagement

Instore-Cash, also das Abheben von Bargeld an der Kasse, wird immer mehr zu einem Service, den Kunden beim Einkauf in Supermärkten erwarten und nutzen. Eine spezielle Software will den Handel beim komplexen Management des Bargeldflusses unterstützen im Sinne einer optimierten „Bargeldlieferkette“.

„Laut Umfragen bezieht inzwischen jeder vierte Kunde regelmäßig Bargeld an der Ladenkasse“, berichtete Jürgen Schmachtel, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Extrapreneurs, Anfang des Jahres auf der Cashcon in Köln. Der von Kunden zunehmend erwartete Bargeldservice stellt den Handel bei der Kalkulation der Bargeldversorgung jedoch vor noch größere Herausforderungen, als dies ohnehin der Fall ist. „An bestimmten Tagen sind die Abhebungen der Kunden so hoch, dass der Händler sie im Voraus einplanen muss, um die Nachfrage nach Bargeld in den erforderlichen Stückelungen bedienen zu können“, so Schmachtel. Mit Cash-Management-Lösungen zur Optimierung der Bargeldlieferkette, wie sie beispielsweise das Unternehmen Planfocus Software entwickelt hat, bekommt der Handel diese Herausforderung in den Griff, meint Schmachtel.

Statistik: Bekanntheit und Nutzung von Cash-back.

Statistik: Bekanntheit und Nutzung von Cash-back.
Foto: Quelle: Glory/Kantar Januar 2019 Online-Mehrthemenbefragung

Planfocus hat eine Software-Lösung mit Prognose- und Planungsverfahren für Bargeld entwickelt, die die speziellen Versorgungsprozesse und komplexen Umsatzmuster berücksichtigt und abbildet und will dem Handel damit helfen, die Kosten für die Verfügbarkeit des Bargeldes zu senken, so Joachim Walser, Geschäftsführer von Planfocus Software. Walser spricht von erheblichen jährlichen Einsparungen insbesondere bei größeren Filialnetzen.

Bargeldkette

Da der Handel zumeist mit hohen Volumina arbeitet, ist sein Geschäft seit jeher darauf ausgerichtet, Lieferketten zu optimieren und die Produkt-Bestände möglichst genau gemäß der Nachfrage vorzuhalten. „Bei der Optimierung der Lieferkette ist der Einzelhandel führend, um die richtigen Produkte zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben“, sagt Schmachtel. Lediglich beim Bargeld spiele optimiertes Bestandsmanagement bislang keine große Rolle – hier gibt es laut Schmachtel noch ungenutzte Einsparpotenziale. Es sei daher Zeit für eine Optimierung der Bargeldlieferkette im Einzelhandel, so der Berater.

Richtiger Mix

Statistik: Was Nutzer an Cash-Back schätzen.

Statistik: Was Nutzer an Cash-Back schätzen.
Foto: Quelle: Glory/Kantar Januar 2019 Online-Mehrthemenbefragung

„Bargeld sollte wie andere Einzelhandels-Warengruppen als Produkt betrachtet werden“, sagt Joachim Walser von Planfocus. Einzelhändler erhalten am POS vom Kunden Bargeld, meist mittlere oder größere Stückelungen, und stellen ihrerseits Wechselgeld zur Verfügung, meist kleine Stückelungen und Münzen. Das könnte ähnlich wie Produkte mit wenig Substitutionsmöglichkeiten betrachtet werden, meint Walser. Den richtigen „Produktmix“ beim Bargeld zu optimieren, stelle den Einzelhandel bis heute auf die Probe. „Vielen Händlern fehlte es früher schon bei der Stückelung der Filial-Bestände an den zur Planung erforderlichen Denominations-Umsatzdaten. Diese Daten werden jedoch aufgrund der geringen Substituierbarkeit zwischen den verschiedenen Stückelungen für eine optimierte Versorgung benötigt“, so Walser. Häufig wurden laut Walser zu hohe Bargeldbestände vorgehalten und kostenintensive Ver- bzw. Entsorgungen benötigt.

Händler versorgen Kunden mit Bargeld

In Zeiten, in denen Banken ihr Filialnetz immer weiter ausdünnen, schätzten es die Kunden des Einzelhandels, wenn ihnen der Gang zum Geldautomaten erspart bleibt und sie Bargeld „en passant“ mitnehmen können. Es gibt Untersuchungen, die aussagen, dass inzwischen jeder vierte Kunde die Wahl der Einkaufsstätte davon abhängig macht, ob diese den Cashback-Service anbietet. Rewe war Vorreiter bei der Auszahlung von Bargeld im Einzelhandel – zunächst als Service für Postbank-Kunden, später für alle Rewe-Kunden mit Girocard. Edeka, Aldi und Lidl haben inzwischen nachgezogen, und auch dm-drogerie markt bietet die Auszahlung von Bargeld an.  

Voraussetzungen sind da

Walser will mit seiner Software dem Handel ermöglichen, die Kosten für Bargeldtransporte herunterzufahren. Die Automatisierung im Einzelhandel hat, so Walser, in den letzten Jahren Innovationen der Bargeldverarbeitung ermöglicht, und die Hardware- und Software-Infrastruktur im Backoffice und am Point-of-Sale sei oft so weit, dass die Voraussetzungen für die Optimierung der Bargeldlieferkette geschaffen sind: Elektronische Safes schützen das Bargeld, liefern die erforderlichen korrekten Zahlen und erleichtern die Abstimmungsprozesse. Intelligente Tresore (Smartsafes), Cash-Recycler oder ähnliche Geräte sorgen dafür, dass alle erforderlichen Daten jederzeit verfügbar sind.

Mit den von Planfocus entwickelten Software-Lösungen könnten die Einzelhändler die Bargeldbestände in den Filialen dann im voraus planen und unter Einbeziehung der Wertdienstleister-Toureninformation wirtschaftlich verwalten. „Darüber hinaus bieten Banken dem Einzelhandel spezielle Kreditlinien – besichert mit den aktuellen Tresorgeldern – oder bankeigenes Bargeld, um dem Händler für das Bargeld in den Filialen taggleich Valuta zu bieten und damit häufige und kostspielige Bargeldtransporte noch weiter zu reduzieren“, so Walser.

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