Self-Checkout - aber sicher | stores+shops

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Itab hat in seinem neuesten Kassensystem verschiedene kundenfreundliche Sicherungslösungen eingebaut.
Foto: Itab Shop Concept AB/Rapitag GmbH

Self-Checkout – aber sicher

Ob SB-Kasse, autonomer Store oder 24/7-Einkaufsbox: In Self-Checkout-Umgebungen stellt die Warensicherung eine besondere Herausforderung dar, weil die Verantwortung für die Bezahlung der Artikel direkt auf die Kundschaft übertragen wird. Neuartige Lösungen können Händler dabei unterstützen, Ladendiebstahl vorzubeugen und zu verhindern.

Moderne Store-Konzepte zielen immer häufiger darauf ab, der Kundschaft durch eigenständige Einkaufs- und Bezahlprozesse ein schnelleres und effizienteres Shopping-Erlebnis zu bieten. Ein Kassenbereich mit Self-Scanning-Zone ist bei Neu- und Umbauten im Lebensmittelhandel kaum noch wegzudenken.

Gleichzeitig bergen SCO-Technologien auch Risiken im Hinblick auf Ladendiebstahl, wenn Kund:innen beispielsweise ein Produkt nicht scannen bzw. einen falschen Preis eingeben. Ein weiterer Faktor sind die geringeren Personalressourcen in SB-Umgebungen, wodurch das Kundenverhalten weniger überwacht wird.

Ohne Reibungsverlust

„Self-Checkout-Optionen können für den Einzelhändler die Ursache für den Rückgang der Verkaufszahlen sein, und für den Kunden können sie schwierig zu bedienen sein“, so Craig Szklany, Vice President und Product General Manager bei Sensormatic Solutions. „Die meisten heutigen Systeme erzeugen ,Checkout Friction‘, verstärken also Kaufabbrüche und verhindern Umsatz“, sagt auch Alexander Schneider, CEO von Rapitag.

Die Software von Signatrix arbeitet produktagnostisch und kann persönliche Gegenstände wie Portemonnaies als solche erkennen.

Die Software von Signatrix arbeitet produktagnostisch und kann persönliche Gegenstände wie Portemonnaies als solche erkennen.
Foto: Signatrix

Die Herausforderungen erfordern auf SCO-Konzepte zugeschnittene Lösungen, um Warenverluste zu minimieren, möglichst ohne die Kundenerfahrung oder die Effizienz des Einkaufsprozesses zu beeinträchtigen.

Das Start-up Rapitag hat speziell für SB-Umgebungen einen Sensor entwickelt, der über Bluetooth in Echtzeit mit der Kasse kommuniziert. Das unauffällige Sicherungsetikett kann direkt an der Ware angebracht werden und wird nach dem Bezahlen erkannt und deaktiviert. Im anderen Fall löst der Sensor beim Verlassen des Geschäfts einen Alarm aus.

Zum Schutz besonders wertiger Produkte wie etwa Rasierklingen oder DVDs stellt Rapitag Klarsichtboxen namens „Safertag Sensor“ bereit, die mit einem Bluetooth-Sicherheitsschlüssel entriegelt werden.

Die US-amerikanische Firma Sensormatic Solutions arbeitet seit Februar mit dem Start-up Zliide zusammen und bietet einen „Instant Checkout“ an, bei dem Kund:innen per Smartphone direkt am Regal bezahlen können. An Kassen ohne Personal sollen Sicherheitsetiketten selbst entfernbar sein. Produkte aus dem höheren Preissegment werden durch ein selbstablösendes Etikett geschützt, das sich nach dem Kauf öffnet.

Ganzheitliche und individuelle Lösungen führen zur Verbesserung der Customer Journey und/oder zur Steigerung der Effizienz für den Händler.

Klaus Schmid

Geschäftsführer, Itab Germany

Kontrolle ist besser

Der wiederaufladbare „Bottletag Sensor“ von Rapitag entsichert Alkoholika mit einem Bluetooth-Sicherheitsschlüssel.

Der wiederaufladbare „Bottletag Sensor“ von Rapitag entsichert Alkoholika mit einem Bluetooth-Sicherheitsschlüssel.
Foto: Itab Shop Concept AB/Rapitag GmbH

Der wiederaufladbare „Bottletag Sensor“ von Rapitag entsichert Alkoholika mit einem Bluetooth-Sicherheitsschlüssel.Bei Artikeln, die eine Verifikation erfordern, wie z. B. Alkohol, muss die Entsicherung bei gängigen Systemen über das Kassenpersonal erfolgen. Hier hat Rapitag den „Bottletag Sensor“ neu im Programm, der eine automatische Entriegelung am SCO vorsieht. Dabei wird das Sicherungssystem in die Software des SCO-Terminals eingespielt, um – je nach Programmierung – die Entriegelung nach dem Scannen oder nach dem Bezahlvorgang auszulösen. Die Sicherungsvorrichtung öffnet sich, kann ohne Eingriff des Personals abgenommen und in einen bereitstehenden Behälter hinterlassen werden.

Kassensystem-Entwickler Itab hat kürzlich sein Portfolio durch eine Partnerschaft mit Rapitag erweitert und deren Lösung in sein neuestes Bezahlterminal namens „FlexFlow“ eingebaut. „Im Dialog mit seinen Kunden sucht Itab ganzheitliche und individuelle Lösungen, die zur Verbesserung der Customer Journey und/oder zur Steigerung der Effizienz für den Händler führen“, sagt Klaus Schmid, Geschäftsführer Itab Germany.

So kann per Itab-„AttendFlow“-Software die Altersfreigabe z. B. für Spirituosen mit wenig Zeitaufwand auch aus der Entfernung kontrolliert werden. Für ebensolche verifikationspflichtigen Produkte hat Retec Wandlitz eine intelligente Selbstbedienungsvitrine namens Freedom Case entwickelt. Kund:innen können diese mithilfe ihres Gesichts, einer App, einer Kundenkarte oder einer Handynummer öffnen. Das Freedom Case zählt die entnommenen Produkte, schlägt bei verdächtigen Ereignissen Alarm und kann das Filialpersonal benachrichtigen. Das DSGVO- konforme System soll neben seiner präventiven Wirkung Arbeitszeit und Kosten sparen.

EHI-Studie: Inventurdifferenzen 2023

Nach der aktuellen Studie „Inventurdifferenzen 2023” des EHI Retail Insitute sind die zu Verkaufspreisen bewerteten Inventurdifferenzen im deutschen Einzelhandel 2022 auf Basis eines Umsatzes von 465 Mrd. Euro im Vergleich zu 2021 um rund 12 Prozent von 4,1 auf 4,6 Mrd. gestiegen, während gleichzeitig der darin enthaltene Diebstahl um 15 Prozent zugenommen hat.
Für die Studie wurden mehr als 100 Unternehmen bzw. Vertriebsschienen mit einem Gesamtumsatz von rund 84,1 Mrd. Euro befragt.
Die Studie ist ab sofort zum Download erhältlich und für Mitglieder kostenlos.

Starke Signale

Durch die eindeutige Identifizierung des Nutzers soll das Freedom Case von Retec gegen Diebstahl abschrecken.

Ungewöhnliche Verhaltensmuster im Kassenbereich soll auch die „SCO Non Scan“-Software von Signatrix aufdecken, die Itab ergänzend in seinen Flexflow-Terminals einsetzt. Nicht eingelesene Artikel soll die Software automatisch durch Analyse der Videodaten einer am Terminal angebrachten Kamera erkennen und diese mit den gescannten Artikeln vergleichen.

Die Kund:innen werden über das Display auf den Fehler hingewiesen. Die Lösung arbeitet laut Hersteller datenschutzkonform und kann in fast jede Kamera integriert werden.

Die Technologiefirma Nedap hat ihre für den SCO entwickelte Lösung „iSenseGo“ u. a. in den Kassensystemen von Diebold Nixdorf verbaut. Der darin enthaltene sogenannte Smart Deactivator erkennt Etiketten in jeder Position und soll eine 100-prozentige Deaktivierung von Radiofrequenz- Etiketten ermöglichen: Er verfügt über einen speziellen Erkennungsmodus, der nur dann einen Burst – d. h. eine kurze, intensive Ausgabe elektromagnetischer Wellen – aussendet, wenn er aktive Etiketten erkennt. Das senkt den Energieverbrauch im Gegensatz zu anderen EAS-Systemen und macht den Deaktivierungsprozess effizienter.

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