Sprachassistenten: Zukunft des Online-Shoppings? | stores+shops

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Voice-Commerce - die Zukunft des Online-Handels?
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Sprachassistenten: Zukunft des Online-Shoppings?

Der Einkauf per Sprachsuche wird als nächster großer Trend im E-Commerce gehandelt, Wie können Händler ihre Internetpräsenz für Voice Search optimieren?

Mit einem Anteil von 31,1 Prozent war „Amazon Echo“ 2018 Marktführer im Segment der meist verkauften Smart Speaker, knapp gefolgt vom „Google Assistent“, der von 2017 bis 2018 ein Wachstum von 109 % aufweisen kann. Auf den Plätzen 3 bis 5 folgen Sprachassistenten aus China, die außerhalb der westlichen Welt den Markt dominieren. Auch andere Geräte wie das Smartphone haben einen Assistenten integriert, der sich via Sprachbefehl steuern lässt. So die Erkenntnisse des international tätigen Analyse-Unternehmens Canalys.

Nach Aussage der Studie „Voice Usage Trends“ der Firma Perficient Digital werden Sprachassistenten im Smartphone überwiegend für Anrufe genutzt. Lediglich 2 Prozent der Nutzer kaufen per Sprachbefehl ein. Von diesem Anteil sagen zudem 98 Prozent, dass ihr Einkauf eine einmalige Aktion war. Der Grund: Nur wenige Händler bieten ihren Kunden diese Option

Sprachsuche im Online-Shop integrieren

Wer seine Inhalte im Online-Shop mithilfe strukturierter Daten für Suchmaschinen gut lesbar macht, bietet bereits eine gute Basis für die Integration einer Sprachsuche, da die Merkmale von Produkten erkennbar und abrufbar sein müssen. Webportale wie etwa Schema.org können Betreiber von Online-Shops dabei unterstützen, dass Daten von Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yandex gecrawlt und ausgewertet werden können, indem sie die Inhalte strukturieren.

„Google My Business“ eignet sich, um Inhalte für eine lokale Suche zu optimieren. Hilfreich ist es, wenn ein Unternehmen in verschiedenen Listings wie beispielsweise bei Yelp oder Trip Advisor enthalten ist, da Google die in den Daten integrierten Informationen in seiner lokalen Suche anzeigt.

Werden Produkte angeboten, die regelmäßig gekauft werden – etwa Lebensmittel – bietet es sich an, den Kunden die Option zu geben, durch einen Klick oder eine Spracheingabe bereits erworbene Artikel nochmals zu kaufen.

Sprachassistenten als Schnittstellen einzubauen, ist vor allem für Händler interessant, da diese ihre Geräte so programmieren können, dass sie von Sprachassistenten gesteuert werden können.

Für wen eignet sich Voice Search und Voice Commerce?

Besonders für lokale Unternehmen kann sich eine Optimierung auszahlen, da regionale Themen zu den häufigsten Sprachsucheingaben zählen. Lieferservices besitzen bereits die nötigen Voraussetzungen, den Voice-Markt zu erschließen, z. B. der Pizzalieferant Dominos. Kunden können sich auf der Webseite registrieren und ihr Lieblingsgericht festlegen. So können sie es jederzeit per Sprachbefehl bestellen. Alexa und Google wissen dann direkt, um welches Gericht es sich bei der Bestellung handelt.

Nutzer von Sprachbefehlen stammen meist aus der Generation X, das heißt: Sie wurden zwischen den frühen 1980ern und den späten 1990er geboren. Die Nutzung von Sprachassistenten steigt laut der Perficient Digital-Studie proportional zum Einkommen und zum Bildungsstatus. Außerdem nutzen demnach Männer etwas häufiger die Sprachsuche als Frauen.

Die Spracheingabe kann in Zukunft außerdem für blinde und körperlich stark eingeschränkte Menschen interessant sein. Dadurch ergeben sich neue Märkte und Zielgruppen.

Dass der Einkauf per Sprachbefehl bereits in naher Zukunft den E-Commerce-Markt bestimmen wird, ist allerdings unwahrscheinlich. Viele Nutzer bevorzugen es gerade bei großen oder persönlichen Anschaffungen, ein Produkt ihrer Wahl zu sehen, bevor sie es kaufen. Das vernetzte Haus, das per Sprachbefehl durch digitale Assistenten gesteuert wird, ist jedoch bereits vielerorts Realität – ein Signal, dass die Sprachsuche ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen befriedigen kann.

Weitere Infos finden Sie hier: https://www.otto.de/newsroom/de/kundenfokus/voice-search-e-commerce

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