Herausforderung Corona: Fünf Fragen an die Lieferkette | stores+shops

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Die aktuelle Corona-Krise stellt Logistik-Dienstleister vor neue Herausforderungen
Foto: Cybrain/stock.adobe.com

Herausforderung Corona: Fünf Fragen an die Lieferkette

Produktionsstillstände, Lieferengpässe und ein hohes Bestellaufkommen: Die Corona-Krise hat Logistikdienstleister vor neue Herausforderungen gestellt. Das Supply-Chain Technologieunternehmen Zetes empfiehlt in seinem “Peek Performance Leitfaden”, sich fünf Fragen zu stellen, um die eigene Lieferkette zu verbessern.

1. Wie viele Versandfehler treten auf?

Die Veränderungen bei der Nachfrage und den Erwartungen der Verbraucher fördern die Beschränkungen durch ineffektive Kommissionierungs-, Verpackungs- und Versandprozesse zutage. Verteilzentren aller Größen müssen die stetig steigenden Durchsatzanforderungen zu erfüllen. Gründe hierfür können inneffizienten Prozessen oder ungeeigneten Technologien liegen. Wenn zum Beispiel viele Prozesse manuell ausgeführt werden, kann die Effizienz durch Ermüdung, Fehler und unzureichende Schulung beeinträchtigt werden. Das gilt besonders für Saisonkräfte.

Geeignete Technologien können entscheidende Lagerprozesse unterstützen. Die manuelle Dateneingabe kann z.B. durch eine Datenerfassung in Echtzeit mit Fehlererkennung ersetzt werden. Die Kombination von Technologien kann oft der Schlüssel zu effizienteren Prozessen mit weniger Fehlern sein. Beispielsweise kann bei modernen multimodalen Lösungen die sprachgesteuerte Kommissionierung mit Scan- oder Pick-/Put-to-Light-Technologien kombiniert werden.

2. Wie viele Zustellversuche schlagen fehl?

Über 30 Prozent der Logistikkosten entfallen auf die letzte Meile. Echtzeittransparenz im gesamten Lieferprozess, die dynamische Optimierung der Streckenplanung und aktuelle Statusmeldungen für Kunden an den wesentlichen Punkten im Prozess können bei der Last-Mile-Logistik unterstützen. Moderne ePOD-Lösungen informieren das Back-Office und Kunden mit Echtzeitdaten über den Lieferstatus und die erwartete Ankunftszeit.

3. Wie viele Kundenanfragen zum Auftragsstatus gehen ein?

Die Besetzung von Hotlines oder Online-Kommunikationskanälen kann zu hohen Fixkosten führen. Diese lassen sich durch Echtzeittransparenz und Datenerfassungstechnologie auf ein Minimum beschränken. Wenn jeder Schritt im Logistikprozess durch Echtzeit-Tracking genau verfolgt werden kann, lassen sich Liefertermine leichter einhalten und Kunden können aktuell über die geschätzten Ankunftszeiten informiert werden.

4. Wie lange dauert es, bis Aushilfskräfte die volle Produktivität erreichen?

In Spitzenzeiten stellen Logistikunternehmen weitere Aushilfen ein, um der Nachfrage gerecht zu werden. Arbeitskräftemangel ist im Logistik- und Lagerbereich ein zunehmendes Problem. Eine mögliche Strategie ist der Aufbau eines „elastischen“ Logistikmodells. So können auf Bildverarbeitung basierende Technologien für die Warenausgangskontrolle beispielsweise zahlreiche Strichcodes gleichzeitig scannen und Fehler melden.

Ebenso unterstützt moderne Voice-Kommissionierungssoftware mehrsprachige Belegschaften. Das erleichtert die Einarbeitung fremdsprachlicher Arbeitskräfte, und der Bedarf an kostspieligen Schulungen entfällt.

5. Wie kann die Lieferantenleistung genau überwacht werden?

Für die Leistungsoptimierung ist ein intelligentes, vernetztes und auf Zusammenarbeit basierendes Umfeld von zentraler Bedeutung. Ein herausragender Kundenservice ist auf Dauer nur erreichbar, wenn das gesamte Lieferkettennetzwerk harmonisch zusammenarbeitet und die erforderlichen KPIs erfüllt. Wenn sich Echtzeittransparenz und Zusammenarbeit auf das gesamte Lieferkettennetzwerk erstrecken, lassen sich Fehler oder Engpässe schnell erkennen und rechtzeitig korrigieren, bevor sie sich auf den Kunden auswirken. Und wenn jeder genau weiß, wo sich die Lagerbestände jeweils gerade befinden, können Ressourcen wesentlich intelligenter zugewiesen werden.

Der Datenaustausch ist wichtig, um den Überblick über die Prozesse aller Beteiligten zu bewahren. So lassen sich nicht nur Effizienzmängel erkennen, sondern mit modernsten Datenplattformen auch isolierte Datensilos überbrücken. Die entsprechenden Technologien sind skalierbar und ermöglichen dadurch die stufenweise Einführung und Ausweitung auf ein breiteres Anwenderpublikum.

 

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