synaigy: Digitale Souveränität in der Cloud: SEAL als neuer Bewertungsmaßstab für Europas IT-Zukunft
Cloud ist längst das Fundament moderner Geschäftsmodelle, doch mit jeder Anwendung wächst die Abhängigkeit von Anbietern, deren Regeln Unternehmen nicht selbst bestimmen. Spätestens der US CLOUD Act hat gezeigt: Selbst Daten, die physisch in Europa liegen, sind nicht automatisch vor dem Zugriff fremder Behörden geschützt. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, ob Cloud genutzt wird, sondern unter welchen Bedingungen und mit welchem Maß an Kontrolle.
Genau hier setzt ein neuer Standard an. Mit dem Cloud Sovereignty Framework und dem darin verankerten Sovereignty Effective Assurance Level (SEAL) hat die Europäische Kommission erstmals einen Maßstab geschaffen, der digitale Souveränität messbar und vergleichbar macht. SEAL fragt nicht nur, wo Daten liegen, sondern wer tatsächlich die Kontrolle über Technologie, Betrieb und Zugriff ausübt.
Wir haben dieses Framework analysiert und in einen praxisnahen Leitfaden übersetzt. Er zeigt:
• warum Speicherort und Verschlüsselung allein keine Souveränität bedeuten,
• wie sich Cloud-Souveränität über 8 Dimensionen bewerten lässt,
• wie gängige Anbieter im SEAL-Check von 0 bis 4 abschneiden – vom Hyperscaler über US Sovereign Clouds bis zu europäischen Providern,
• und woran man echte Souveränität jenseits verbreiteter Mythen erkennt.