Das Comeback von Multibrand | stores+shops

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Offene Deckengestaltung in kinosaaltypischer Höhe (Foto: The Gallery)

Das Comeback von Multibrand

Sami Bollag, CEO der Bollag-Guggenheim Fashion Group, im Interview über die steigende Attraktivität von Multibrand-Stores im Bereich Mode.

Sami Bollag, CEO der Bollag-Guggenheim Fashion Group, konzipiert The Gallery als zukunftsgewandten Prototypen, um die Monomarken-Monotonie in der Einzelhandelslandschaft aufzubrechen.

Jahrelang wurde der Multibrand-Store in der Mode als sterbendes Format angesehen. Was macht ihn nun wieder attraktiv?

Sami Bollag: Das Konzept, das wir für The Gallery entwickelt haben, kombiniert unterschiedliche Stilwelten in der Mode mit Hardware, den leiblichen Genüssen einer Snackbar, gemütlichen Sitzbereichen, einem Event-Programm, einer wunderschönen Architektur und schließlich gutem Verkaufspersonal zu einer Erlebniswelt. Diese Mischung verschiedener, vielschichtiger Komponenten wird vom Konsumenten ganz anders wahrgenommen als früher ein Modeladen.

Wie managen Sie die für ein Modeunternehmen artfremden Aufgaben wie neue Sortimentsbereiche oder ein Event-Programm?

Intern feilen wir schon lange an dem Konzept. Wir haben unternehmensintern Einheiten gebildet, die sich auf die jeweiligen Themen spezialisiert haben, sie betreuen und weiterentwickeln. So tasten wir uns sukzessive vor und erforschen, welche Events z.B. angenommen werden, aber auch, was sich wirtschaftlich darstellen lässt und was nicht.

Das hört sich nach einem langfristigen Projekt an. Kann und soll The Gallery multipliziert werden?

Das haben wir vor. Die heutigen Herausforderungen im Einzelhandel sind mit enormen Investitionen verbunden. Die Tatsache, dass das erforderliche Kapital bei den Akteuren oft schlichtweg nicht abrufbar ist, verhindert, dass der Einzelhandel mit dem rasanten Wandel der Zeit und seinen Anforderungen Schritt hält. Unser Anliegen war und ist, ein Format zu entwickeln, mit dem sich dieser Konflikt umgehen lässt.

Wie planen Sie die Multiplikation?

Wir sehen The Gallery als Mittelpunkt und Dachmarke für eine Reihe von Satelliten-Stores, die sich hoffentlich bald drumherum gruppieren. Das Konzept bzw. Teile daraus können auf kleinere Storeformate von 100 oder 150 qm standortspezifisch übertragen werden, ohne dem Kern der Idee untreu zu werden. Wir haben die Erlebniswelt eines Concept Stores also in ein multiplizierbares Format gebracht, das ohne zu großen Aufwand etwa als Franchise-Modell betrieben werden kann. Da wir seit jeher Retailer und Distributor sind, verfügen wir über die notwendigen Ressourcen: Mit 20 Modemarken lassen sich individuelle Sortimente aufbauen, und wir besitzen auch die personelle Kraft und das erforderliche Know-how.

Weitere Informationen: www.thegalleryconcept.ch

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