Handelskongress 2021: Gemeinsam in die Zukunft | stores+shops

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Mit Abstand, aber immerhin wieder in Präsenz beziehungsweise als Hybrid-Veranstaltung: der Handelskongress 2021
Foto: HDE

Handelskongress 2021: Gemeinsam in die Zukunft

Der Ausbau von Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie die Belebung der Innenstädte erfordern einen Kraftakt von Handel und Politik. Das wurde auf dem Handelskongress 2021 deutlich, der unter dem Motto „Re-Start Now. Zeit zum Handeln! Politik, Gesellschaft und Handel von Morgen“ im November in Berlin stattfand.

„Wir befinden uns in einer Zeit des Strukturwandels“, stellte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth gleich in seiner Begrüßungsrede fest. Wie umfassend und tiefgreifend dieser Umbruch ist, wurde in nahezu jedem Vortrag auf der erstmals vom Handelsverband Deutschland HDE und dem EHI Retail Institute gemeinsam ausgerichteten Veranstaltung klar, auf der die Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Revitalisierung der Innenstädte im Fokus standen – und natürlich Corona. Denn der durch die Digitalisierung angestoßene Wandel hat seinen Anfang zwar lange vor der Pandemie genommen, doch Corona hat den Transformationsdruck massiv erhöht. „Die Pandemie war der Brandbeschleuniger“, bestätigte Christoph Eltze, Bereichsvorstand Handel Deutschland der Rewe Group, in seinem Vortrag über den Wandel des Handelskonzerns zum Vorreiter in Sachen E-Food.

Es geht um nichts weniger, als Deutschland und sein Wohlstandsmodell durch einen tiefgreifenden Strukturwandel in die Zukunft zu führen.

Josef Sanktjohanser

Präsident, HDE

Weiterentwicklung zum wertebasierten Handel

Das gilt auch in Bezug auf das Verbraucherverhalten, das sich in der Pandemie neu ausgerichtet hat. Inwiefern, hat Michael Müller, GfK, erforscht: 83 Prozent der Konsument:innen haben ihr Verhalten geändert, darunter auch die älteren Generationen, die mittlerweile souverän online shoppen. Die Folge sind 78 Prozent Zuwachs für Omnichannel-Händler, 24 Prozent Minus für stationäre Nonfood-Händler und ein Frequenzrückgang in den Innenstädten in Höhe von 27 Prozent.

Diese Entwicklung bietet laut Müller aber auch Chancen, die insbesondere in der nahtlosen Verknüpfung aller Vertriebskanäle und einer Neubelebung der Stadtzentren liegen. Die qualitative Aufgabenstellung für den Retail sei dabei die Weiterentwicklung vom funktionellen zum kulturellen sowie einem wertebasierten Handel. Denn „62 Prozent der Konsumenten entscheiden sich für Anbieter, die ihre persönlichen Werte bespielen“, so Müller. Und einer der wichtigsten dieser Werte sei Nachhaltigkeit.

Soweit also der Spannungsbogen der Herausforderungen. Problemlösungen im Alleingang kann es in dieser Situation nicht geben, stattdessen sind vernetztes Denken und Handeln gefragt. In Anbetracht der Komplexität der Aufgaben lassen sich die Sphären von Handel, Politik und Gesellschaft nicht mehr trennen: In Zukunft geht es nur noch gemeinsam.

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