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Die Zahl der Handelsinsolvenzen in Deutschland steigt.
Foto: Fotolia/AKhodi

Insolvenzen im deutschen Handel leicht gestiegen

Während die Gesamtzahl der Insolvenzen in Deutschland sinkt, zeigt sich im Handel keine Entspannung: Die Gesamtzahl stieg leicht um 0,2 Prozent verglichen zum Vorjahr auf insgesamt 4.280 der Insolvenzen.

Die Gesamtzahl der Insolvenzen in Deutschland ist rückläufig. Das geht aus den Schätzungen des diesjährigen Berichts „Insolvenzen in Deutschland“ von Creditreform Wirtschaftsforschung hervor.

Insgesamt nahm die Zahl der Gesamtinsolvenzen in Deutschland im Jahr 2018 um 3,2 Prozent ab. 112.000 Fällen in diesem Jahr standen 115.710 Fälle im Vorjahr gegenüber. Die Verbraucherinsolvenzen haben sich auf 68.600 Insolvenzen im Jahr 2018 (2017: 71.960 Insolvenzen) verringert.
Mit 19.900 Unternehmensinsolvenzen wurde 2018 der niedrigste Wert seit 1994 (18.820 Fälle) registriert.

Handelsinsolvenzen leicht gestiegen

Im Handel sind die Insolvenzen im Vergleich zu 2017 nicht weiter gesunken. In diesem Jahr gingen 4.280 Unternehmen aus dem Handel insolvent, im letzten Jahr waren es 4.270. Das entspricht einer leichten Zunahme von 0,2 Prozent. Grund dafür sieht Creditreform in der harten Konkurrenzsituation in der Branche und den Druck durch den Online-Handel.

Im Vergleich zu den anderen Hauptwirtschaftsbereichen kommt dem Handel ein Anteil von 21,5 Prozent am gesamten Insolvenzaufkommen zu. Von 10.000 Handelsunternehmen haben 2018 insgesamt 71 Insolvenz angemeldet. Damit liegt der Wirtschaftsbereich des Handels über dem Durchschnitt von 62 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen.

Ältere und kleine Unternehmen stärker betroffen

Das Unternehmensalter lag in jedem fünften Insolvenzfall (20,5 Prozent) bei über 20 Jahren. Im Vorjahr betrug dieser Anteil nur 18,3 Prozent. Gut die Hälfte aller insolvent gegangenen Unternehmen (2018: 52,2 Prozent) war aber höchstens zehn Jahre am Markt (2017: 55,8 Prozent). In den meisten Fällen haben insolvente Unternehmen nur wenige Beschäftigte. 83,2 Prozent beträgt der Anteil an Unternehmen mit höchstens fünf Beschäftigten am gesamten Insolvenzgeschehen in Deutschland.

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