Supermärkte mit Umsatzplus | stores+shops
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Wegen der Inflation wird Discountern ein größerer Zulauf prognostiziert.
Foto: yurolaitsalbert - stock.adobe.com

Supermärkte mit Umsatzplus

Der Lebensmittelhandel zählt seit Beginn der Pandemie als systemrelevante Branche zu den wenigen Gewinnern der Coronakrise. Dieser Trend hat sich auch im Jahr 2021 fortgesetzt, wie die Zahlen des aktuellen EHI-Handelsdaten-Statistikkompendiums zeigen.

So konnten Supermärkte ihren Umsatz im Jahr 2021 erneut leicht steigern. „Durch die hohe Inflation erwarten wir für das kommende Jahr eine andere Entwicklung. Es ist davon auszugehen, dass einige Verbraucherinnen und Verbraucher nun wohl vermehrt die Discounter ansteuern werden“, sagt Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung beim EHI.

Discounter-Umsatz stabil

Supermärkte mit Verkaufsflächen von 400-5.000 qm erzielten nach Erkenntnissen der EHI-Handelsdatenbank 2021 einen Gesamtumsatz von 58,8 Mrd. Euro erreichten damit eine Umsatzsteigerung von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – bei größerer Verkaufsfläche, aber weniger Märkten als noch im Vorjahr. Leichte Umsatzverluste von minus 6,5 Prozent auf 18,6 Mrd. Euro mussten dagegen SB-Warenhäuser hinnehmen. Unterdessen blieb der Umsatz von Discountern mit 79,5 Mrd. Euro und kleinen Lebensmittelgeschäften mit 4,8 Mrd. Euro stabil.

Marktbereinigungen

Die Entwicklung, wonach sich die Anzahl der kleinen Lebensmittelgeschäfte in Deutschland mit Flächen unter 400 qm in den vergangenen Jahren stetig verringerte, erreicht langsam auch die Supermärkte. Ihre Zahl ist um 1,5 Prozent zurückgegangen. Am meisten Filialen betreiben die Discounter mit 15.910 und bleiben damit zahlenmäßig auf gleichem Niveau. Sondereffekte ließen sich bei den SB-Warenhäusern mit einer Größe von über 5.000 qm feststellen. Hier hat sich die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um 59 Märkte auf 730 reduziert. Dies ist u. a. mit Schließungen bzw. vorübergehenden Sanierungen von Märkten des Lebensmitteleinzelhändlers Real zu erklären.

Volkswirtschaftliche Basisdaten, umfassende Strukturdaten, Kosten- und Leistungskennzahlen zum Handel und seiner einzelnen Branchen der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz und die aktuellen Ergebnisse aus den EHI-Forschungsbereichen erscheinen am 24. Juni 2022 in Ergänzung zur EHI-Online-Statistik-Datenbank handelsdaten.de als Buch unter dem Titel „EHI handelsdaten aktuell 2022“.

Buch: „handelsdaten aktuell 2022“

Ab sofort erhältlich im EHI-Shop.

ISBN: 978-3-87257-568-5
Preis: 59,00 € zzgl. MwSt., für Mitglieder 53,00 € zzgl. MwSt.

Kontakt:
Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung, Tel: +49 (0)221/5 79 93-32, atzberger@ehi.org
Nathalie Roux, Projektleitung handelsdaten.de, Tel: +49 (0)221/5 79 93-44, roux@ehi.org

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