Mit Respekt vor der Historie | stores+shops

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Store des Monats Juli 2012: Mexx, Den Bosch/Niederlande

Mit Respekt vor der Historie

Der neue Mexx-Store im niederländischen Den Bosch befindet sich in den Räumen eines ehemaligen Kinos, das 1919 erbaut wurde. So weit, wie es für einen Geschäftsraum möglich ist, wurde der Charakter der Architektur erhalten. Den Kunden wird hier ein besonders atmosphärisches Einkaufserlebnis geboten.

Die Treppenkonstruktion ist Teil der besonderen Architektur

Die Treppenkonstruktion ist Teil der besonderen Architektur

Viel ist heute die Rede von den immer gleichen Modefilialen, welche die Einkaufsstraßen der Citys säumen. So kann man es einen Glücksfall nennen, wenn heute einem Händler eine unverwechselbar individuelle Immobilie mit ganz eigenem historischen Charakter angeboten wird. Die Filiale, die das Modelabel Mexx im holländischen Den Bosch eröffnet hat, ist solch ein Fall. Das Geschäft auf der Haupteinkaufs-
straße Hoogestraat war früher ein Kino. Es wurde 1919 erbaut, auf der historischen Fassade liest man heute noch den Namen „Luxor“. Der Stil des Gebäudes nennt sich Expressionistic Amsterdam School Style. Die Fundamente stammen sogar noch aus dem Mittelalter.  

„Es handelt sich hier um ein ganz besonderes Projekt, das mit Respekt gegenüber der Historie behandelt und mit der richtigen Balance zum Business geplant werden musste“, sagt Ansgar Hellmich, der weltweit für das Storedesign von Mexx zuständig ist. Das Team um Hellmich, die Architektin Ilse van Loo von Different by Design und die Ladenbauer der Jonas GmbH erhielten die spezielle Architektur des Lichtspieltheaters. Es wurden Splitlevel eingezogen, die Verkaufsfläche von 718 qm verteilt sich auf drei Ebenen.

Die Ladenmöbel entsprechen dem Mexx-Standardkonzept

Die Ladenmöbel entsprechen dem Mexx-Standardkonzept

Die hohe Decke hat schöne filigrane Ornamente, die an die Verzierung einer Hochzeitstorte erinnern. Der Gewölbedecken-Charakter wurde farblich herausgearbeitet und mit Wallwashern betont. Stilistisch gelungen ist auch die neu aufgebaute halbrunde Treppenkonstruktion, die wie eine Bühnentreppe wirkt. Zu der Geschäftsfläche gehört auch noch die alte Kinologe auf der oberen Empore, die bislang ungenutzt war und nun von Hellmich und seinem Team als Kundenattraktion wieder hergerichtet wurde. Hier kann man noch etwas von der Faszination der alten Lichtspielhäuser nachempfinden.  

Die extreme Deckenhöhe, die dem Geschäft seinen Charme verleiht, war schwierig auszuleuchten. Zum Einsatz kommen Stromschienen- und Einbaustrahler. Bei den Leuchtmitteln handelt es sich um HIT-TC CE-Lampen, teils mit 35 Watt, wegen der Deckenhöhe teils mit 70 Watt. Der durchschnittliche Energiebedarf für die Beleuchtung beträgt laut Ansgar Hellmich 23 Watt pro Quadratmeter.

Ebenso der auffällige Kassentresen

Ebenso der auffällige Kassentresen

Abgesehen von der individuell betonten Architektur des Stores, die ihn unverwechselbar macht, ist die Ladeneinrichtung weitgehend standardisiert und entspricht dem neuen Mexx- Storedesign. Dazu zählt auch der Echtholzboden aus mittelbrauner Eiche in einem großformatigen Fischgrät-Verlegemuster. Zu dem „Loft-Konzept“ genannten Storedesign gehören schwarze Stahlrohrregale im Industrie-Look im Wechsel mit schrankartigen weißen Holzregalen. Insgesamt ist der Store einen Touch heller, weil laut Hellmich dahin wieder der Trend geht. Zum Standard zählt auch der prismenartig geformte elegante Kassentresen. Dieser wirkt wie aus silbernem Metall geschmiedet, besteht aber aus MDF, das mit insgesamt sieben Schichten lackiert wurde, um den Metalleffekt zu erzielen. Die echten alten Accessoires, die zum Konzept gehören, stammen vom Flohmarkt. „Solche Projekte gibt es nur selten und machen richtig Spaß“, so das Fazit von Ansgar Hellmich.

Weitere Informationen: www.mexx.com

Viel Einfühlungsvermögen

Ansgar Hellmich, Vicepresident global Architectural and Store-Management bei Mexx, erläutert die besonderen Herausforderungen, vor die ihn und sein Team der Umbau des alten Kinos in Den Bosch stellte.

Vor welche Herausforderungen stellte Sie die Architektur des alten Kinogebäudes, als Sie den Store in Den Bosch gestaltet haben?

Die räumliche Erschließung hat uns viel Einfühlungsvermögen abverlangt. Der Eingangsbereich ist sehr schmal geschnitten, nach hinten erschließt sich der große Saal. Wir haben alles, was möglich war, in Verkaufsfläche umgewandelt. Dann haben wir noch die vorhandene Loge auf der oberen Empore integriert. Hier wurden die alten Kinosessel aufgemöbelt und illuminiert. Wir haben sogar den alten Projektor entstaubt und als Dekoration in Szene gesetzt. Während der gesamten Bauzeit gab es immer wieder neue Anforderungen des Denkmalschutzes.

Welche Funktion hat die Loge in dem Store?

Hier handelt es sich um eine Hommage an die Historie. Wir fanden den Saal ungenutzt und unbeachtet vor. Durch die Illuminierung und einen neuen Anstrich haben wir ihn als Highlight herausgestellt und in das Storekonzept integriert. Er wertet die Verkaufsfläche und das Shopping-Erlebnis extrem auf, da es nur wenige solcher Impressionen in aktuellen Stores gibt. Der Erinnerungswert ist enorm.

Was unterscheidet das neue Mexx-Storekonzept von seinen Vorgängern?

Die neuen Stores nähern sich dem Lebensgefühl der Kundinnen und Kunden an, indem sie Individualität ausstrahlen, obwohl Mexx-Stores ja zu einem großen Unternehmen gehören. Sie sind aber auch wirklich individuell: Sie sind an den unterschiedlichen Standorten nicht gleich, sondern nur ähnlich. Sie verfügen über Erkennungsmerkmale ebenso wie über Unterscheidungsmerkmale. Das ist eine angemessene Antwort auf die Individualisierungswünsche der Kunden.

Bitte bewerben!

Zeichnet sich Ihr Geschäft durch besondere Individualität, Innovation, außergewöhnliche Sortimentsmixturen oder ein progressives Gesamtkonzept aus? Dann schicken Sie uns Ihre Bewerbung zur Teilnahme am Handelspreis „Store des Monats“! Bewerben können sich nicht nur die Geschäftsinhaber, sondern auch Ladenarchitekten und Ladenbauunternehmen. Senden Sie bitte Fotos und Beschreibungen eines kürzlich realisierten Referenzobjekts aus der
Fashion-Branche an die Redaktionen von:

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Die Jury aus Claudia Horbert, Winfried Lambertz (beide EHI/stores+shops) und Rainer Schlatmann (TM ) sammelt, prüft und entscheidet – unter Ausschluss des Rechtswegs. Wird Ihr Geschäft als Store des Monats ausgezeichnet, so besteht der Preis dafür in der Veröffentlichung in stores+shops und TM. Sie erhalten darüber hinaus Ihre persönliche gerahmte Urkunde.   

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