Rückbesinnung auf die Wurzeln | stores+shops

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Store des Monats Januar 2012: Esprit Lighthouse in Köln

Rückbesinnung auf die Wurzeln

Einheitsrot und extrovertiertes Marken-Branding waren gestern. Der neue „Lighthouse-Store“ von Esprit in der Kölner Ehrenstraße setzt ganz auf Naturverbundenheit und wohnliches Wohlfühlambiente.

„Früher haben wir über Esprit gelästert, heute sind wir baff.“ „Endlich ein Imagewandel für Esprit. Ein cooler Store, gefällt uns gut.“ Im Gästebuch des neuen Esprit, das auf einem ovalen Naturholztisch im Zentrum des Stores ausliegt, haben sich zufriedene Kunden mit ihrem Namen verewigt. Ein interessanter Beweis dafür, dass auch die jüngere Generation im Zeitalter von Facebook und Twitter ihre Bewertungen noch handschriftlich verfasst.

Display-Mannequins mit Blütendekor

Display-Mannequins mit Blütendekor

Eine Randnotiz nur, die aber sinnbildlich ist für den neuen Auftritt, den Esprit seit November an der Kölner Ehrenstraße testet. Getreu dem Motto „Back to the Roots“ besinnt sich der Fashion-Anbieter auf die Ursprünge der Marke. Esprit entstand Ende der 60er-Jahre, in der Zeit der Flower-Power-Bewegung. Susie und Douglas Tompkin, die Gründer von Esprit, fuhren zu jener Zeit mit einem bunt bemalten VW-Bus durch Kalifornien und verkauften ihre selbst hergestellten Kleidungsstücke. An diese Epoche erinnern im Kölner Store auf Holz gedruckte San Francisco-Fotos im Kabinentrakt ebenso wie die kalifornischen Pflanzen in dem loftartigen, verglasten Innenhof. Bildbände und Architekturbücher zum Kaufen oder Schmökern, Bistro-Artikel und wohnliche Stehlampen in den Umkleidekabinen verleihen dem Store eine urbane, gleichzeitig auch entspannte Atmosphäre. Fahrrad-Unikate der Kölner Manufaktur Eisenherz sind Blickfang und Kaufobjekt zugleich. Der Kunde soll sich vom Stress des hektischen Großstadttreibens erholen, im „Gewächshaus“ entspannen und sich mit den Store- Mitarbeitern über die neuesten Modetrends, nette Cafés und andere Locations in Köln austauschen können.

Rückbesinnung auf wahre Werte

Blick in den verglasten Innenhof

Blick in den verglasten Innenhof

Antje Ludwig, Development Visual Concept von Esprit, wurde bei der Neugestaltung des Stores völlig freie Hand gelassen. Der „allgegenwärtige Trend der Rückbesinnung und Hinwendung zu Natur und Handgemachten ist der Ursprung meiner Ideen“, sagt Antje Ludwig. Die Detailverliebtheit des Gesamtkonzepts spiegelt sich wieder in Display-Mannequins, die mit Blütenstempeln verziert sind oder in den auf Keilrahmen gespannten, handbemalten Leinwänden. Passend dazu der Ladenbau: Nussbaum- und Eichenholzmöbel stehen im Kontrast zu Backsteinwänden, Rohstahl und offenem Beton. Frei stehende Präsentationstische, oval oder abgerundet, fügen sich in das Gesamtbild ein.

„Schöner Wohnen“ bei Esprit. Stöbern und shoppen in entspannter Atmosphäre

„Schöner Wohnen“ bei Esprit. Stöbern und shoppen in entspannter Atmosphäre

Die Kollektion wurde speziell für diesen Store zusammengestellt. Keine grellen Farben, keine Casuals, eher die passende Garderobe für den Geschäftstermin oder das Galadinner. Das „Lighthouse-Konzept“ soll laut Esprit nach erfolgreicher Erprobung im Rahmen der geplanten umfassenden Neugestaltung aller von Esprit selbst geführten Stores umgesetzt werden. Dafür will das Modelabel bis 2015 insgesamt über 280 Mio. Euro investieren.

Weitere Informationen: www.esprit.de

Fotos (4): Esprit

Ganzheitliche Ästhetik

Mike Ross, Projektleiter Esprit Lighthouse Store-Konzept, erläutert die Hintergründe des neuen Ladenbau-Konzeptes.

Mit seinem neuen Store-Konzept schlägt Esprit eine Brücke von der Gegenwart zu den Anfängen der Marke im kalifonischen San Francisco. Statt greller Farben und lauter Formensprache setzt Esprit auf angenehme Wohlfühl-Atmosphäre. Steht der moderne Ladenbau vor einem Paradigmenwechsel?

Nein, sicherlich nicht. Modernität hat immer eine Berechtigung und ist zukunftsweisend. Wir haben uns bei diesem Store-Konzept kreativ stark auf die DNA von Esprit konzentriert. Zum einen sicherlich auf den Ursprung und die Entstehung der Marke, die Gründer mit ihrer Lebensfreude und kreativen Kraft, aber genauso stark auf die Esprit-Frau im Jahr 2012. Esprit reflektiert heute genauso wie in den Anfängen Ende der 60er-Jahre einen Lebensstil, der feminin, emotional, natürlich und entspannt ist und immer eine sonnige Seite hat. Genau dieses Gefühl hat den Store so entstehen lassen. Die angenehme leichte Atmosphäre ist demnach sehr natürlich entstanden.

Im neuen Store wurde auch das Thema Nachhaltigkeit aufgegriffen. Wird sich dieser Trend auch stärker in den Kollektionen von Esprit wiederfinden?

Absolut, unsere Designer arbeiten bereits sehr intensiv daran. Nachhaltigkeit wird im Unternehmen sehr ernst genommen. Esprit hat schon Anfang der 90er Jahre eine „Eco“-Kollektion angeboten. Für uns ist diese Ausrichtung nicht neu. Die Möglichkeiten sind heute nur umfangreicher als damals.

Neu ist auch das spezielle Angebot des Stores, das neben Teilen aus den Esprit-Kollektionen auch auf lokale und nicht unbedingt Mode-affine Produkte setzt. Soll diese Strategie auch in anderen Stores umgesetzt werden?

Zunächst wird es diese Produkte nur in den so genannten Lighthouse-Stores geben. Für uns ist es wichtig, eine ganzheitliche Ästhetik zu erzielen. Dazu benötigt es verschiedenste Einflüsse, ein schönes Buch kann eine enorme Ausstrahlung haben. Wir konzentrieren uns dabei ausschließlich auf Produkte, die unserem Lebensstil entsprechen.

Haben Sie in den Wochen des Weihnachtsgeschäftes bereits erste Erkenntnisse mit dem neuen Store-Konzept gewinnen können?

Die ersten Erkenntnisse übertreffen alle Erwartungen. Die erkennbare Liebe zum Detail von Seiten der Mitarbeiter, der Architektur bis hin zum selektiven Einkauf der Kollektionen werden von unseren Kunden sehr positiv angenommen.

Bitte bewerben!

Zeichnet sich Ihr Geschäft durch besondere Individualität, Innovation, außergewöhnliche Sortimentsmixturen oder ein progressives Gesamtkonzept aus? Dann schicken Sie uns Ihre Bewerbung zur Teilnahme am Handelspreis „Store des Monats“! Bewerben können sich nicht nur die Geschäftsinhaber, sondern auch Ladenarchitekten und Ladenbauunternehmen. Senden Sie bitte Fotos und Beschreibungen eines kürzlich realisierten Referenzobjekts aus der Fashion-Branche an die Redaktionen von:

stores+shops
Store des Monats
Spichernstraße 55, 50672 Köln
lambertz@ehi.org

TM
Store des Monats
Hildebrandtstraße 24 d, 40215 Düsseldorf
r.schlatmann@bb-mediacompany.com 

Die Jury aus Claudia Horbert, Winfried Lambertz (beide EHI /stores+shops) und Rainer Schlatmann (TM) sammelt, prüft und entscheidet – unter Ausschluss des Rechtswegs. Wird Ihr Geschäft als Store des Monats ausgezeichnet, so besteht der Preis dafür in der Veröffentlichung in stores+shops und TM. Sie erhalten darüber hinaus Ihre persönliche gerahmte Urkunde.