„Ducks“ für die letzte Meile | stores+shops

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Die elektrisch angetriebenen „Ducks“ des Start-ups Ducktrain dienen der Auslieferung von Waren in Innenstädten.
Foto: Ducktrain

„Ducks“ für die letzte Meile

Das Aachener Start-up Droiddrive möchte mit seinem innovativen Logistikkonzept „Ducktrain“ dem zunehmenden Platzproblem in Innenstädten begegnen. Kai Kreisköther, Droiddrive-CEO und einer der Erfinder des Ducktrain, stellt im Interview die platzsparenden, elektrisch angetriebenen „Ducks“ vor.

Welche Problemstellung lag der Gründung von Ducktrain zugrunde bzw. wie kam es zur Gründung von Ducktrain?

Städte sehen sich einer massiven Überlastung der Straßeninfrastruktur konfrontiert. Die Logistik der letzten Meile wird heute mit konventionellen Kleintransportern durchgeführt, die morgens mit einer Tagesladung starten. Diese Kleintransporter nutzen einen enormen Teil der städtischen Infrastruktur und haben am Zielort Probleme, Parkplätze zu finden. Dies führt zu langen Fußwegen, schlechter Arbeitsergonomie und Prozessunterbrechungen. Ducktrain wurde aus dem Umfeld der RWTH Aachen basierend auf mehreren Jahren Projekterfahrung im Bereich elektrische letzte Meile Logistik im Jahr 2018 gegründet. Im Sommer 2019 konnten wir dann erste Investoren gewinnen und arbeiten seitdem an der Umsetzung der Zukunftslogistik.

Welche Vorteile hat Ihre Technologie für die Belieferung mit Waren in Innenstädten, insbesondere auf der letzten Meile? Welche Vorteile und Einsatzgebiete sehen Sie für die Handelslogistik?

Insbesondere in urbanen Arealen wird die Zufahrt zu den Verkaufsflächen zunehmend beschränkt. Kleiner werdende Zeitfenster und die Limitierung der Fahrzeuggröße erschweren die Nachversorgung, insbesondere untertätig. Mit unserer Ducktrain Fahrzeugtechnologie spielen wir in der Fahrzeuggröße von Cargobikes, mit gleichzeitig fünfmal größerer Nutzlast. Ein Ducktrain kann flexibel zusammengestellt werden. Sie entscheiden selbst von Fall zu Fall wie viele Fahrzeuge eine Kolonne bilden sollen und welcher modulare Ladungsträger auf den Fahrzeugen zum Einsatz kommt.

Wie funktioniert die Fortbewegung der Anhänger und gibt es besondere Sicherheitsvorkehrungen, z. B. wenn unvorhergesehene Hindernisse auftauchen?

Die Ducks sind mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet. Sie nehmen ihre Umgebung kontinuierlich mittels Sensorik war. So können sie nicht nur der Führungsperson, auf einem Leichtfahrzeug oder auch als Fußgänger, automatisiert folgen, sondern auch Hindernisse auf der Strecke rechtzeitig erkennen und ausweichen oder bremsen.

Sind bereits Ducktrains auf Deutschlands Straßen unterwegs? Und welche Pläne gibt es für die Zukunft?

Derzeit erproben wir unsere Prototypen auf privatem Gelände. Noch im Sommer werden wir mit ersten Erprobungseinsätzen im öffentlichen Verkehrsraum beginnen. Schrittweise wollen wir in den nächsten Monaten das Fahrzeug testen und verbessern und bereits im Jahr 2021 eine Kleinserie herstellen und in die Flotten unserer Kunden einspeisen.

Welchen Herausforderungen mussten Sie sich bei der Entwicklung der Technologie stellen und welche Herausforderungen müssen jetzt noch gemeistert werden?

Unsere Ducks gelten als selbstangetriebene Fahrzeuganhänger. Eine Fahrzeugkategorie, für die es noch keine einheitliche Regulatorik gibt. Insofern ist das ganze Thema Zulassung ein wichtiger und gleichzeitig herausfordernder Schritt. Mit Unterstützung der Bundespolitik wollen wir uns in den nächsten Jahren dafür einsetzen, für diese Art von Fahrzeug auf europäischer Ebene einheitliche und eindeutige rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen.